Weniger Klicks bei Google – das ist kein Gefühl, sondern Realität.
Dein Blogartikel rankt auf Platz 2 bei Google – und trotzdem klickt niemand drauf. Klingt absurd? Ist aber 2026 ganz normal. Hier erfährst du, warum – und was du dagegen tun kannst.

Weniger Klicks bei Google – das erleben gerade fast alle Unternehmen. Stell dir vor: Ein potenzieller Kunde sucht bei Google nach „Fassadenreinigung Kosten“. Dein Blogartikel rankt auf Seite 1 – eigentlich perfekt. Aber der Kunde klickt gar nicht drauf. Warum? Weil Google die Antwort schon direkt auf der Suchergebnisseite liefert. Fertig, nächste Frage. Weiter zu deiner Website? Nicht nötig.
Das ist keine Zukunftsmusik – das passiert jetzt, bei rund 60 % aller Google-Suchen. Und es verändert die Spielregeln für jede Unternehmenswebsite. In diesem Artikel erklären wir, was sich gerade verändert und was du ganz konkret tun kannst.
In diesem Artikel erklären wir, was sich gerade verändert, warum das auch dein Unternehmen betrifft – und was du ganz konkret tun kannst.
Was sind „AI Overviews“ und Zero-Click-Suchen?
Google hat angefangen, bei vielen Suchanfragen eine KI-generierte Zusammenfassung ganz oben einzublenden – noch vor allen klassischen Suchergebnissen. Google nennt das „AI Overviews“. Wir nennen es: den Grund, warum dein Platz-1-Ranking nicht mehr das wert ist, was es mal war.
Rund 60 % aller Google-Suchen enden mittlerweile ohne einen einzigen Klick auf irgendein Ergebnis. Bei Suchanfragen, die eine KI-Zusammenfassung auslösen, liegt die Rate noch höher. Google beantwortet die Frage einfach selbst – mit Inhalten von verschiedenen Websites, zusammengefasst in einer Box.
Ein Beispiel: Du bist Maler in Karlsruhe und hast einen richtig guten Blogartikel über Fassadenreinigung geschrieben. Jemand googelt „Fassadenreinigung Kosten“. Google zeigt die Antwort direkt oben auf der Seite – zusammengefasst aus deinem Artikel und drei anderen Quellen. Der Suchende hat seine Antwort. Deine Website? Besucht er nicht. Selbst wenn du auf Platz 1 stehst.
Die Zahlen: Was die Studien zeigen
Mehrere unabhängige Studien zeichnen ein klares Bild:
- Die organische Klickrate für Suchanfragen mit AI Overviews ist seit Mitte 2024 um rund 58 % gesunken (Ahrefs, Februar 2026).
- Etwa jede fünfte Google-Suche löst inzwischen eine KI-Zusammenfassung aus – Tendenz steigend (Pew Research Center, 2025).
- Parallel dazu nutzen immer mehr Menschen KI-Tools wie ChatGPT oder Perplexity direkt für ihre Recherche – statt überhaupt Google zu öffnen.
- Laut Gartner wird das Suchvolumen auf klassischen Suchmaschinen bis 2026 um rund 25 % zurückgehen.
Besonders betroffen sind informative Suchanfragen – also genau die Art von Fragen, die viele Unternehmenswebsites bisher beantwortet haben: „Was kostet eine Dachsanierung?“, „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“ oder „Welche Förderungen gibt es für Barrierefreiheit?“
Weniger Klicks bei Google – was bedeutet das für dein Unternehmen?
Zunächst die gute Nachricht: Nicht alle Suchanfragen sind gleich betroffen. Wer nach einem konkreten Dienstleister in seiner Region sucht – etwa „Elektriker Karlsruhe“ oder „Steuerberater in meiner Nähe“ – bekommt nach wie vor klassische Suchergebnisse mit Kartenansicht und Kontaktdaten. Transaktionale und lokale Suchanfragen bleiben relativ stabil.
Die weniger gute Nachricht: Wenn deine Website hauptsächlich auf allgemeine Informationsseiten setzt („Unsere Leistungen“, „Über uns“), ohne dass klar wird, wo du tätig bist und was du konkret anbietest, wirst du langfristig weniger Besucher über Google bekommen.
Wichtig zu verstehen: Es geht nicht darum, dass SEO „tot“ ist. Es geht darum, dass sich die Spielregeln ändern. Sichtbarkeit bei Google bleibt wertvoll – aber sie funktioniert anders als noch vor zwei Jahren.
5 Dinge, die du jetzt tun kannst
1. Google Business Profil aktuell halten
Dein Google Business Profil ist dein digitales Schaufenster – und es wird immer wichtiger. Stell sicher, dass Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und Kontaktdaten vollständig und aktuell sind. Poste regelmäßig kurze Updates (z. B. abgeschlossene Projekte oder neue Leistungen). Google belohnt aktive Profile mit besserer Sichtbarkeit in der lokalen Suche.
2. Lokale Signale stärken
Deine Website sollte klar kommunizieren, wo du tätig bist. Das bedeutet: Ortsnamen in Seitentiteln und Überschriften, eine eigene Anfahrtsseite, konsistente Adressdaten überall im Netz (Website, Google, Branchenverzeichnisse) und ggf. eigene Unterseiten für verschiedene Standorte oder Einzugsgebiete.
3. Inhalte schreiben, die KI nicht ersetzen kann
KI-Antworten sind gut im Zusammenfassen – aber schlecht im Erzählen. Was Google und ChatGPT nicht liefern können: wie du letzten Monat bei einem Kunden das Dachfenster-Problem gelöst hast. Oder warum du bei der Badsanierung immer diese eine Fliese empfiehlst. Oder was beim Hausbau in der Region Karlsruhe anders läuft als anderswo.
Genau solche Inhalte machen deine Website wertvoll – nicht nur für Besucher, sondern auch für die KI-Systeme, die sich ihre Antworten aus dem Netz zusammensuchen. Denn auch eine KI braucht Quellen. Und sie bevorzugt Quellen mit echtem Wissen statt nachgeplapperten Allgemeinplätzen.
Konkret heißt das: Schreib über deine Arbeit. Zeig Vorher-Nachher-Fotos. Erklär, warum du bestimmte Dinge so machst und nicht anders. Das ist der Content, den eine KI nicht selbst erfinden kann – und den sie deshalb gerne zitiert.
4. Technische Grundlagen prüfen
Damit Google deine Website als Quelle für KI-Zusammenfassungen in Betracht zieht, müssen die technischen Basics stimmen. Das sind keine Raketenwissenschaften, aber viele Websites haben hier Nachholbedarf:
Ladezeit unter 3 Sekunden (teste es selbst auf pagespeed.web.dev). Saubere Darstellung auf dem Smartphone – nicht nur „es geht irgendwie“, sondern wirklich gut lesbar. Eine logische Überschriftenstruktur (H1, H2, H3 – nicht alles fett und groß). Und eine aktuelle Sitemap, damit Google überhaupt weiß, welche Seiten es gibt.
Der Aufwand dafür ist überschaubar – und er lohnt sich doppelt: Unternehmen, die in KI-Antworten als Quelle zitiert werden, erhalten deutlich mehr Klicks als solche, die nur in der klassischen Liste auftauchen.
5. Nicht alles auf eine Karte setzen
Google ist nach wie vor die wichtigste Suchmaschine. Aber es lohnt sich, auch andere Kanäle zu pflegen: ein gepflegtes LinkedIn-Profil, ein aktueller Eintrag in relevanten Branchenverzeichnissen oder ein gelegentlicher Fachbeitrag auf einer Plattform, die deine Zielgruppe nutzt. Je mehr „Touchpoints“ du hast, desto weniger abhängig bist du von einem einzelnen Kanal.
Unser Fazit
Die Suche verändert sich. Aber das ist kein Grund für Panik – es ist ein Grund, die eigene Website ehrlich anzuschauen: Stehen da Texte, die nur du so schreiben kannst? Oder Sätze, die auf jeder zweiten Branchenwebsite stehen könnten? Genau daran entscheidet sich, ob Google und ChatGPT dich als Quelle ernst nehmen – oder übergehen.
Gerade für lokale Unternehmen und Dienstleister bietet die aktuelle Entwicklung echte Chancen. Denn KI-Antworten brauchen Quellen – und wenn deine Website die beste Quelle für dein Thema in deiner Region ist, profitierst du davon mehr als je zuvor.
Übrigens: Wie du deine Website konkret für ChatGPT und andere KI-Suchmaschinen optimierst, zeigen wir dir in unserem neuen Artikel: Findet ChatGPT deine Website? 7 Dinge, die du jetzt tun kannst.
Du möchtest wissen, wie deine Website aufgestellt ist? Wir schauen uns gerne gemeinsam an, wo du stehst und welche Maßnahmen für dich sinnvoll sind. Sprich uns einfach an – wir beraten dich ehrlich und unverbindlich.
Quellen
Ahrefs (Februar 2026): https://ahrefs.com/blog/ai-overviews-reduce-clicks-update/
Seer Interactive (September 2025): https://www.seerinteractive.com/insights/aio-impact-on-google-ctr-september-2025-update
Pew Research Center (Juli 2025): https://www.pewresearch.org/short-reads/2025/07/22/google-users-are-less-likely-to-click-on-links-when-an-ai-summary-appears-in-the-results/
Similarweb (2025): Die Zahlen wurden in mehreren Artikeln zitiert, Similarweb selbst hat keinen einzelnen Report dazu veröffentlicht. Am besten verlinkst du auf den Search Engine Journal Artikel, der die Daten zusammenfasst: https://www.searchenginejournal.com/impact-of-ai-overviews-how-publishers-need-to-adapt/556843/
Gartner: Die 25%-Prognose wird breit zitiert, stammt aber aus einem kostenpflichtigen Gartner-Report ohne freien Direktlink. Du kannst entweder den Verweis ohne Link lassen oder auf den KMU-Digitalisierung-Artikel verlinken, der es referenziert: https://kmu-digitalisierung.agency/seo-im-jahr-2025-zwischen-disruption-und-neuen-chancen/