Was macht gutes Logodesign aus? Wir geben Tipps!

Bild zeigt ein pixeliges und ein klares Logo um den Unterschied zwischen Pixeln und Vektoren zu verdeutlichen

In diesem Beitrag lernen Sie alles rund um die Logo-Entwicklung. Am Ende wissen Sie, was ein gutes Logo ausmacht, können locker erklären, was Vektoren von Pixeln unterscheidet, kennen den Raster-Trick im Grafik-Design und haben gelernt, weshalb Werbeagenturen behaupten, ein gutes Logo sei der Anfang eines jeden erfolgreichen Kommunikationsauftrittes ist. Auf geht’s!

Logo-Prägnanz: Reduktion aufs Wesentliche

Ein klares und einprägsames Logo sorgt für eine gute Wiedererkennung. Deshalb gibt es unter gestalterischen Gesichtspunkten ein paar einfache Regeln. Sie wissen schon – weniger ist mehr … 

Vermeiden Sie, was gegen eine klare Prägnanz spricht: 

  • zu viele und zu verspielte Gestaltungselemente,
  • unnötige Verzierungen, Schlagschatten,
  • übertriebene Rahmen und Eingrenzungen,
  • zu viele verschiedene, verzerrte oder verschnörkelte Schriften,
  • Objekte, die zu „cartoonlastig“ sind.

Tipp: Schulen Sie Ihre Logo-Wahrnehmung

Wenn Sie einmal die Logos, die Ihnen im Alltag begegnen, für zwei, drei Sekunden betrachten und anschließend versuchen, sie mit wenigen Strichen nachzuskizzieren: Klappt das? Konnten Sie alle Informationen wahrnehmen? Ist die Aussage verständlich?

Logo-Größe: Im Großen wie im Kleinen

Ein beliebtes Beispiel ist das Logo der Deutschen Bank – Sie wissen schon, das Quadrat mit dem aufstrebenden Balken darin. Eigentlich nur fünf Striche! Stellen Sie sich vor, das Logo wird auf einen Quadratzentimeter kleingeschrumpft: man könnte es immer noch eindeutig erkennen.

Die Größenverhältnisse eines Logos sind also wichtig. Ein Logo muss auf großen und kleinen Flächen funktionieren – auf Großflächenplakaten genauso wie auf Kugelschreibern. 

Auch das spricht also für eine minimalistische Gestaltung bei der Entwicklung Ihres Logos.

Logo-Farben: Zwei Farben sind optimal

Oft liegt die Farbrichtung aufgrund des Angebotes, der Leistung oder der Marke bereits auf der Hand – manchmal aber auch nicht. Möglicherweise haben Sie persönliche Präferenzen? Oder Sie möchten die Farbwahl besser dem Logo-Designer, bzw. der Logo-Designerin überlassen?

Wie bunt darf ein Logo also sein? Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber grundsätzlich kann ein Logo sehr gut mit zwei Farben auskommen. Früher war die Anzahl der Farben auch eine Frage des Budgets. Ein 4-farbiger Druck war teurer als ein 2-farbiger Druck. Nach Aufkommen der Internet-Druckereien ist das Kostenargument längst nicht mehr so gravierend, dennoch lohnt sich ein genaueres Hinsehen. Denn das Farbkonzept des Logos unterliegt ja ebenfalls den Regeln der Prägnanz.

Mehr Vielfalt mit dem Raster-Trick

Stellen Sie sich einen schwarzen Fleck vor – er besteht aus hundert Prozent schwarzer Druckfarbe. Im Druck sind die Rasterpunkte so dicht angeordnet, dass das Auge einen tiefschwarzen Fleck wahrnimmt. Man kann diese Rasterpunkte aber auch so anordnen, dass der Schwarzton heller wird und erzeugt dadurch verschiedene Grautöne. Von Hellgrau bis Tiefschwarz gibt es also Spielraum. Logischerweise funktioniert das auch mit allen anderen Farben. 

Soll ein Logo beispielsweise drei Blautöne haben, lässt sich das mit dem Aufrastern einer einzigen Blaufarbe realisieren. Dadurch entsteht Vielfalt , ohne weitere Farben hinzuzunehmen!

Wenn Sie wissen möchten, weshalb Druckereien nicht mit RGB-Farben arbeiten können, haben wir hier noch einen interessanten Blog-Beitrag über CMYK- und RGB-Farben. 

Logo-Technik: Was ist der Unterschied zwischen Pixel und Vektor?

Fotos werden in der digitalen Welt in Form von Pixeln (Bildpunkte) dargestellt und Grafiken in Vektoren. Bei einer übergrößerten Darstellung wird der Unterschied deutlich. Bei pixelbasierten Fotos sehen Sie jedes einzelne Pixel – das ergibt ein unschönes und unscharfes Bild – eben „pixelig“.

Vektoren hingegen sind, vereinfacht gesagt, Linien, die mathematisch berechnet werden. Der Vorteil ist, dass diese Grafiken ohne Qualitätsverlust unendlich vergrößert (skaliert) werden können. Denken Sie beispielsweise daran, dass Ihr Logo auch für Messen, auf Fahnen oder Großplakaten verwendet werden kann. Darum wird ein Logo als vektorbasierte Grafik erstellt.

Logo-Übergabe: Welches Dateiformat?

Vektordateien haben häufig die Datei-Endung  .ai, .eps oder .svg. Da Vektordateien mit speziellen Grafikprogrammen erstellt werden (z. B. mit Adobe Illustrator), können Sie diese Formate nicht öffnen, weil passende Grafikprogramme in der Regel nicht vorhanden sind.

Dennoch ist es natürlich erforderlich, dass die Original-Vektordatei in Ihrem Hause verfügbar ist, nicht nur sind Sie Eigentümer Ihres Logos, sondern benötigen Werbepartner auch immer wieder mal Ihre Originaldatei (denken Sie an Anzeigen-VerkäuferInnen, an MessebauerInnen oder WerbetechnikerInnen).

Hier funktioniert das PDF-Format sehr gut. Wir können eine Vektordatei nämlich darin einbetten. Das hat den Vorteil, dass Sie die Datei öffnen und sehen können und die Fachleute auf das erforderliche Vektorformat zugreifen können.

Für Ihren eigenen Gebrauch wandeln wir die Vektordatei übrigens in PNG- oder JPG-Formate um. Huch, das sind doch Pixeldateien? Ja, richtig. Aber genau damit arbeiten Programme wie Word oder PowerPoint, auch viele Warenwirtschaftsprograme nutzen diese Formate. 

Wobei … mit svg-Dateien wird mehr und mehr gearbeitet. Alles entwickelt und verändert sich eben :-) Wie auch immer: Sollten doch einmal andere Formate benötigt werden als PDF, JPG und PNG, kann das im Nachhinein jederzeit von uns erstellt werden.

Logo-Alltag: Praxistauglich?

Ein länglich angelegtes Logo passt nicht so gut auf einen runden Aufkleber – auf eine Website hingegen schon. Ein quadratisches Logo wiederum wirkt verloren auf einer rechteckigen Fläche … „Der Teufel steckt im Detail“? Eher im Alltag und deshalb kann es sinnvoll sein, Varianten für verschiedene Formate mitentwickeln zu lassen. Ein Logo steht niemals alleine da. Überlegen Sie, wo Ihr Logo im Alltag überall zu sehen ist: auf Ihrer Website, auf Briefpapier und Visitenkarten, online bei Social Media, in Flyern, Broschüren und Anzeigen, auf Ihrem Fahrzeug, Ihrem Firmenschild, auf Werbegeschenken und, und, und 

Denken Sie auch an Faxgeräte (obwohl beinahe aus unserem Alltag verschwunden…) und Stempelkissen, die Ihre Logofarben nur in Schwarz-Weiß wiedergeben können. Das soll der Wirkung des Logos ebensowenig schaden wie Zeitungsanzeigen, die aus Kosten- oder Produktionsgründen nur in Schwarz gedruckt werden können. Es ist also zu berücksichtigen, dass ein Logo auch in der Schwarz-Weiß-Variante „funktioniert“ – ein weiterer Aspekte, der für ein reduziertes Logo spricht.

Logo-Gebot: Seien Sie gut zu ihm!

Gäbe es Gebote für den richtigen Umgang mit einem Logo, lautete das wichtigste wohl: „Ein Logo ist unantastbar“. In der Praxis sieht man dann leider doch immer wieder, dass Logos zerpflückt, verzerrt, in falschen Farben, mit zusätzlichen Elementen geschmückt oder zu klein dargestellt werden.

Legen Sie Wert auf eine einheitliche und unverfälschte Darstellung. Ein Logo verdient eine gute Behandlung, damit es Ihre Marke widerspiegelt, Ihr Unternehmen repräsentiert und für eine Wiedererkennung sorgt. Es gilt, dem Logo einen ausbalancierten Raum zu geben.

Fun-Fact: „Make the Logo bigger!“

Auch eine übergroße Darstellung des Logos ist nicht unbedingt hilfreich. Dazu gibt es im Netz viele witzige Beiträge von Grafik-DesignerInnen und Werbeagenturen. Googeln Sie mal „make the logo bigger meme“. Oder gucken Sie hier: 

medium.com

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Weitere Beiträge